Die Heiligen und Patrone der Osnabrücker Kirche, Titelblatt der Dekrete der großen Synode von 1628

Die „Missæ Propriæ“ (Eigenmessen) sind Messformulare für diejenigen Feste, die nicht in der ganzen lateinischen Kirche, sondern nur in einer bestimmten Diözese, einer Ordensgemeinschaft oder in einem Land gefeiert werden.

Für die außerordentliche Form des römischen Ritus gelten die liturgischen Bücher, die 1962 in Gebrauch waren. Da das Erzbistum Hamburg bei seiner Neugründung im Jahr 1995 größtenteils aus dem Bistum Osnabrück hervorging, sind für den Diözesananhang in der außerordentlichen Form die Eigenmessen des Bistums Osnabrück zu verwenden. Diese Messformulare sind somit weiterhin ein liturgisches Bindeglied zwischen beiden Diözesen Hamburg und Osnabrück.

Die liturgischen Texte der Eigenfeste für Messbuch und Brevier finden Sie unter: https://introibo.net/kalender_lokal.php#O

 Weitere Links zu Ritualen und Messbüchern finden Sie im Anschluss an die Liste der Heiligen (durch Klick auf die Cover)

Dieser Anhang Propriumstexte Osnabrück 1953 enthält die Feste der Osnabrücker Bistumspatrone (Joseph, Märtyrer Crispinus und Crispinianus), die Feste von Heiligen, die mit dem Bistum Osnabrück besonders verbunden sind: die Bischöfe Wiho, Gosbert und Adolf von Osnabrück sowie Ludger von Münster; die Kaiser Karl der Große und Heinrich II., die hl. Ursula und ihre Gefährtinnen von Köln; die Feste der Bischöfe Bonifatius von Mainz, Willehad von Bremen, Ansgar von Hamburg-Bremen (Patron der Erzdiözese Hamburg) und Vizelin von Oldenburg (Holstein);die Feste der nordischen Könige Erich von Schweden und Olaf von Norwegen, mehrere Heiligen-Feste, die im 20. Jahrhundert im gesamten deutschen Sprachraum eingeführt wurden: Ulrich von Augsburg, Hildegard von Bingen, Clemens Maria Hofbauer, Konrad von Parzham, Petrus Canisius, Hermann Joseph von Steinfeld. Zudem das Fest der heiligen Reliquien, die in den Kirchen des Bistums aufbewahrt werden, und die Kirchweihfeste der Kathedralen und konsekrierten Kirchen.

Der Diözesananhang aus dem Jahr 1953 beschreibt eine ältere Rangordnung der Feste. Für die außerordentliche Form des Römischen Ritus ist heute die Einteilung in die liturgischen Ränge aus dem Jahr 1960 maßgebend. Danach gibt es liturgische Tage I. bis IV. Klasse. Im Folgenden wird bei den einzelnen Heiligen auch die Oratio, das Tagesgebet, aus dem Osnabrücker Diözesananhang verzeichnet.

12.Dezember;III.Klasse

Hl. Vicelin, Bischof und Bekenner
Vicelin (Witzel), * um 1090 in Hameln (Weser), † 12. Dezember 1154 in Neumünster. Er leitete die Domschule in Bremen, war dann Augustiner-Chorherr und Missionar bei den ostholsteinischen Slawen, er gründete die Chorherrenstifte Neumünster und Segeberg sowie mehrere Kirchen in Schleswig-Holstein. Er wurde 1149 zum Bischof von Oldenburg in Holstein geweiht. Das Grab des „Apostels der Wenden“ ist in Bordesholm.

ORATIO

Da, quáesumus, omnípotens Deus: 

ut beáti VICELÍNI Confessóris tui atque Pontíficis veneránda solémnitas, et devotiónem nobis áugeat 

et salútem. 

Per Dóminum nostrum Jesum Christum Fílium tuum, qui tecum vivit et regnat in unitáte Spíritus Sancti Deus: per ómnia sáecula saeculórum. Amen.

TAGESGEBET

Allmächtiger Gott, wir bitten dich: Gib, dass das ehrwürdige Fest deines heiligen Bekenners und Bischofs VICELIN unsere Andacht vermehre und unser Heil. 

Durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen. 

 

28.Januar; III.Klasse

Hl. Karl der Große, Kaiser, Begründer des Bistums Osnabrück, Bekenner
Karl der Große (Carolus Magnus), * um 748; † 28. Januar 814 in Aachen; er war seit 768 König des Fränkischen Reichs. Er erlangte am 25. Dezember 800 als erster westeuropäischer Herrscher seit der Antike die Kaiserwürde, die mit ihm erneuert wurde. Für das Land der Sachsen gründete er die Bistümer Osnabrück, Paderborn, Elze (bei Hildesheim), Münster, Minden, Bremen, Halberstadt und Verden. Nach der Taufe des Herzogs Widukind (785) wurde die erste Kirche von Osnabrück geweiht und mit Reliquien der hl. Märtyrer Crispinus und Crispinianus versehen. Auf Veranlassung Karls des Großen wurde um 810 die erste Kirche nördlich der Elbe geweiht; der Kaiser plante also schon die Gründung eines späteren Erzbistums in Hamburg

Deus, qui beátum CÁROLUM  Confessórem tuum 

de terréno regno ad caeléstis regni glóriam transtulísti: 

ejus, quáesumus, méritis et intercessióne; Regis regum Jesu Christi Fílii tui, fácias nos esse consórtes: 

Qui tecum vivit et regnat in unitáte Spíritus Sancti Deus per ómnia sáecula saeculórum. Amen.

Gott, du hast den seligen Bekenner KARL vom irdischen Königreich in die Glorie des himmlischen Reiches versetzt; wir bitten dich: 

Mach uns durch seine Verdienste und seine Fürsprache zu Miterben des Königs der Könige Jesus Christus, deines Sohnes, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

3.Februar; I.Klasse, äußere Feier am Sonntag vor dem 2.2.

Hl. Ansgar, Bischof und Bekenner, Patron des Erzbistums Hamburg
Ansgar (Anskar, Anschar),

* 801 in der Picardie; † 3. Februar 865 in Bremen; er war Benediktiner-Mönch und Lehrer in Corvey (Weser), Missionar in Dänemark und Schweden. 831 Erzbischof von Hamburg. Nach der Zerstörung Hamburgs durch die Wikinger (845) wurde er 848 Bischof von Bremen, sorgte aber weiterhin für die Mission in Skandinavien. Sein Grab ist im Bremer Dom. Der „Apostel des Nordens“ ist der Patron des 1995 wieder begründeten Erzbistums Hamburg. Auch die orthodoxe Kirche verehrt ihn als „Erleuchter von Dänemark und Schweden“.

Deus, qui hodiérnam diem sacratíssimam nobis in beáti ANSGÁRII Confessóris tui atque Pontíficis gloriósa solemnitáte tribuísti: adésto propítius Ecclésiae tuae précibus; ut, cujus gloriátur méritis et doctrínis, muniátur suffrágiis. Per Dominum.

Gott, du hast uns den heutigen Tag in der glorreichen Feier deines heiligen Bekenners und Bischofs ANSGAR als einen hochheiligen Tag geschenkt. Sei hilfreich nahe den Bitten deiner Kirche. So wird sie, die seiner Verdienste und Lehren ruhmvoll gedenkt, durch seine Fürbitten gestärkt werden. Durch Jesus Christus.

In missis votivis:

Deus, qui nos gloriósam beáti ANSGÁRII Pontíficis tui commemoratiónem celebráre concédis: praesta, quáesumus; ut devótis eam méntibus peragámus, et ejus patrocínio promerénte, plenae capiámus securitátis augméntum. Per Dominum.

In Votivmessen:

Gott, du lässt uns das glorreiche Gedächtnis deines heiligen Bischofs ANSGAR feiern. Wir bitten dich: Gib, dass wir ehrfurchtsvollen Sinnes diese Feier begehen und durch seinen Schutz immer mehr die vollständige Sicherheit erlangen. Durch Jesus Christus.

13. Februar; III.Klasse

Hl. Gosbert, Bischof von Osnabrück und Märtyrer

Gosbert (auch Gauzbert) * um 800; † um 860; er wurde 832 von seinem Onkel Bischof Ebo von Reims und von Ansgar von Hamburg zum Missionsbischof von Schweden mit dem Sitz in Birka geweiht. Als Stützpunkt diente ihm das Kloster Münsterdorf bei Itzehoe in Holstein. Aus Schweden 845 gewaltsam vertrieben, wurde er von König Ludwig dem Deutschen zum Bischof von Osnabrück ernannt; er blieb aber weiterhin für Schweden verantwortlich. Wegen seiner Leiden in der schwedischen Mission wird er als Märtyrer verehrt.

Infirmitátem nostram réspice, omnípotens Deus: 

et, quia pondus própriae actiónis gravat, 

beáti GOSBERTI Mártyris tui atque Pontíficis intercéssio gloriósa nos prótegat. Per Dóminum.

Schau auf unsere Schwachheit, allmächtiger Gott, 

und da unser eigenes Tun schwer auf uns lastet, so schirme uns die glorreiche Fürsprache deines hl. Bischofs und Märtyrers GOSBERT: Durch Jesus Christus.

14. Februar; III.Klasse

Adolf von Tecklenburg, Bischof von Osnabrück, Bekenner

Adolf * um 1185; † 30. Juni 1224. Als Sohn des Grafen von Tecklenburg geboren, wurde er Domherr in Köln, dann Mönch der Zisterzienserabtei Kamp am Niederrhein. Zum Bischof von Osnabrück gewählt, empfing er 1217 die Bischofsweihe in Köln. Er erneuerte die Verwaltung des  Bistums, sorgte für den Gottesdienst und den Choralgesang am Dom. Nicht zuletzt kümmerte er sich um Arme, Kranke und Kinder. Er ist Patron des St.-Adolf-Stifts in Reinbek.

EXÁUDI, quaésumus, Dómine, preces nostras, quas in beáti ADOLPHI Confessóris tui atque Pontíficis solemnitáte deférimus: 

et, qui tibi digne méruit famulári, ejus intercedéntibus méritis, 

ab ómnibus nos absólve peccátis. 

Per Dóminum.

Erhöre, Herr, unsere Gebete, 

die wir dir am Fest deines heiligen Bekenners und Bischofs ADOLPH überbringen, 

und durch den Beistand seiner Verdienste, der dir würdig zu dienen vermochte, 

sprich uns los von unseren Sünden. Durch Jesus Christus.

15.März; III.Klasse

Hl. Clemens Maria Hofbauer, Bekenner
Clemens Maria Hofbauer, * 26. Dezember 1751 in Tasswitz (Südmähren); † 15. März 1820 in Wien. Sohn eines tschechischen Vaters und einer deutschen Mutter, war er als erster Deutscher Mitglied des Ordens der Redemptoristen. Er wirkte als Prediger und Seelsorger in Polen, Süddeutschland und Österreich. In Erinnerung an seine Herkunft als Bäcker wird am Fest des „Apostels von Wien“ in manchen Kirchen Gebäck gesegnet (Klemensweckerl).

Deus, qui beátum CLEMÉNTEM MARÍAM miro fídei róbore et invíctae constántiae virtúte decorásti: 

eius méritis et exémplis fac nos, quáesumus, ita fortes in fide et caritáte fervéntes; 

ut práemia consequámur aetérna. 

Per Dóminum nostrum.

Gott, du hast den heiligen CLEMENS MARIA mit wunderbarer Glaubensstärke und der Kraft unüberwindlicher Standhaftigkeit ausgestattet. Mach uns, wir bitten dich, durch seine Verdienste und sein Beispiel so fest im Glauben und so glühend in der Liebe, dass wir den ewigen Lohn erlangen. Durch Jesus Christus. 

19.März; I.Klasse

Hl. Joseph, Hauptpatron des Bistums Osnabrück

Joseph von Nazareth, den Nährvater Jesu, bestimmte Bischof Hubertus Voß 1913 zum Hauptpatron des Bistums Osnabrück. Schon Clemens August von Bayern hatte  als Bischof von Osnabrück (1728-1761) sein Bistum unter den Schutz des hl. Joseph gestellt; im Diözesanproprium von 1768 wird Joseph als besonderer Schutzpatron der Diözese genannt.

Sanctissimæ Genetricis tuæ Sponsi, quæsumus Domine, meritis adjuvemur: ut quod possibilitas nostra non obtinet, ejus nobis intercessione donetur: Qui vivis et regnas cum Deo Patre in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum.

 

Wir bitten, o Herr: durch die Verdienste des Bräutigams Deiner heiligsten Mutter möge uns Hilfe werden, damit auf seine Fürbitte uns geschenkt werde, was wir aus eigener Kraft nicht erlangen: der Du lebst und herrschest mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.

26.März; III.Klasse

Hl. Ludgerus, Bischof und Bekenner
Liudger, lateinisch Ludgerus, erster Bischof von Münster,

* um 742 bei Utrecht, † 26. März 809 in Billerbeck bei Coesfeld.

Der Sohn der christlichen Eheleute Thiadgrim und der Liafburg wurde Schüler von Gregor in Utrecht und Alkuin in York. Er war Missionar bei den Friesen und Sachsen, in Ostfriesland und im Emsland. Im Jahre 791 verkündete er das Evangelium auf der Insel Helgoland, 793 gründete er das Kloster von Mimigernaford (Münster). 805 wurde er in Köln zum Bischof von Münster geweiht. Nach seinem Tod wurde er seinem Wunsch gemäß im Kloster Werden bei Essen (Ruhr) begraben.

Deus, qui beátum LUDGÉRUM confessórem tuum atque pontíficem hodiérna die suscepísti atque remunerásti: concéde propítius; ut qui ejus gaudémus méritis provocémur exémplis: et ejus intercessióne véniam et vitam mereámur aetérnam. Per Dóminum.

Gott, du hast den heiligen LUDGERUS, deinen Bekenner und Bischof, am heutigen Tage aufgenommen und belohnt. Gewähre gnädig, dass wir, die wir uns seiner Verdienste erfreuen, durch sein Beispiel ermuntert werden und durch seine Fürbitte Verzeihung und das ewige Leben verdienen. Durch Jesus Christus.

7.April; III.Klasse

Hl. Hermann Joseph, Bekenner

Hermann, später auch Hermann Joseph genannt, * um 1150 in Köln, † 7. April 1241 (oder 1225) in Zülpich-Hoven. Früh kam er zu den Prämonstratensern ins Kloster Steinfeld. Zur weiteren Ausbildung ging er in die friesische Abtei Mariengaarde in Hallum bei Leeuwarden. Später kehrte er nach Steinfeld zurück und wirkte als Priester und Sakristan. Er dichtete Hymnen zu Ehren des Herzens Jesu, der Gottesmutter Maria und der heiligen Ursula. Besonderes Geschick zeigte er bei der Reparatur von Uhren. Er starb in der Karwoche bei den Zisterzienserinnen von Hoven. Sein Grab ist in Steinfeld. Nach der römischen Anerkennung seiner Verehrung wird sein Fest seit 1961 in allen deutschen Diözesen gefeiert.

Deus, qui beátum HERMÁNNUM JOSÉPHUM Confessórem tuum in benedictiónibus dulcédinis a puerítia praevenísti: praesta, quáesumus; ut innocéntis et sanctae vitae eius vestígiis insisténtes, ad caeléstem pátriam, in qua gloriósus exsúltat, secúri perveniámus. Per Dóminum.

Gott, in Deiner zuvorkommenden Gnade hast Du Deinem heiligen Bekenner HERMANN JOSEPH von Kindheit an die süße Wonne Deines Segens geschenkt; verleihe, wir bitten Dich, dass wir den Spuren seines unschuldigen und heiligen Lebens folgen; dann werden auch wir ungefährdet zum himmlischen Vaterland gelangen, wo er bereits die Freuden der Glorie genießt: Durch Jesus Christus. 

20.April; III.Klasse

Hl. Wiho von Osnabrück, erster Bischof von Osnabrück, Bekenner

Wiho (Wido), * in Friesland, † um 805. Er verkündete – wohl als Priester des Bistums Lüttich – den christlichen Glauben im Osnabrücker Land. Um 800 wurde er von Karl dem Großen zum ersten Bischof der neuen Diözese ernannt. Er starb um 805. Im Jahre 805 fiel Ostern auf den 20. April, so wurde das Fest des hl. Wiho später mit diesem Datum verbunden.

Exáudi, quáesumus, Dómine, preces nostras, quas in beáti WIHÓNIS  Confessóris tui atque Pontíficis solemnitáte deférimus: et, qui tibi digne méruit famulári, ejus intercedéntibus méritis, ab ómnibus nos absólve peccátis. Per Dóminum.

Erhöre, Herr, unsere Gebete, die wir dir am Fest deines heiligen Bekenners und Bischofs WIHO überbringen, und durch den Beistand seiner Verdienste, der dir würdig zu dienen vermochte, sprich uns los von unseren Sünden. Durch Jesus Christus.

21.April;III.Klasse

Hl. Konrad von Parzham, Bekenner
Konrad von Parzham, * 22. Dezember 1818 in Parzham in der Pfarrei Weng (Rottal) im Bistum Passau; † 21. April 1894 in Altötting. Sein Taufname war Johann Evangelist Birndorfer. Er arbeitete auf dem elterlichen Hof; 1849 verzichtete er auf sein Erbe und trat als Laienbruder in den Kapuzinerorden ein. 41 Jahre lang versah er in treuer Pflichterfüllung den Pfortendienst im Kapuzinerkloster des Marienwallfahrtsortes Altötting. Er wurde 1934 von Papst Pius XI. heiliggesprochen. 1936 wurde sein Fest in allen Diözesen Deutschlands eingeführt.

Deus, qui misericórdiae tuae jánuam fidélibus patére voluísti: te súpplices exorámus; ut intercedénte beáto CONRÁDO Confessóre tuo, temporália subsídia nobis tríbuas et aetérna. Per Dominum nostrum

 Gott, du wolltest, dass die Pforte deiner Barmherzigkeit den Gläubigen offenstehe; so bitten wir dich flehentlich: verleihe uns auf die Fürsprache deines heiligen Bekenners KONRAD Hilfen für diese Zeit und für die Ewigkeit. Durch Jesus Christus.

27.April; III.Klasse

Hl. Petrus Canisius, Bekenner und Kirchenlehrer
Peter de Hondt, lateinisch Petrus Canisius (auch (Kanijs/Kanîs) * 8. Mai 1521 in Nimwegen (Herzogtum Geldern / Erzbistum Köln); † 21. Dezember 1597 in Freiburg/Schweiz. Er war der erste deutsche Jesuit. Sein Leben war der Wiedergewinnung Deutschlands für den katholischen Glauben geweiht; er wird auch der „Zweite Apostel Deutschlands“ genannt. Auf ihn gehen die ersten katholischen Katechismen zurück. Im Jahre 1565 überbrachte er in Fürstenau dem Osnabrücker Bischof Johann von Hoya die Dekrete des Konzils von Trient. 1925 wurde er von Pius XI. heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer erklärt.

Deus, qui ad tuéndam cathólicam fidem beátum PETRUM Confessórem tuum virtúte et doctrína roborásti: concéde propítius: ut ejus exémplis et mónitis errántes ad salútem resipíscant, et fidéles in veritátis confessióne persevérent. 

Per Dominum nostrum. 

 

Gott, du hast deinen heiligen Bekenner PETRUS zum Schutze des katholischen Glaubens an Tugend und Wissen stark gemacht; so gib gnädig, dass die Irrenden durch sein Vorbild und sein Mahnwort wieder zur Einsicht kommen und zum Heile zurückkehren, und dass die Gläubigen im Bekenntnis der Wahrheit standhaft verharren. Durch Jesus Christus.

17.Mai;III.Klasse

Hl. Erich, König und Märtyrer
Erik IX. Jedvardsson, * um 1120 in Västergötland; † 18. Mai 1160 bei Uppsala; er war von 1156 bis 1160 König von Schweden und stärkte die noch junge Kirche seines Landes. Er fiel einer Verschwörung zum Opfer und ist der Schutzheilige Schwedens.

Deus, qui beato ERÍCO, regi et mártyri tuo, victóriae palmam et caeléstis regni glóriam contulísti: 

fac nos, quáesumus, ejus méritis et intercessióne, cuncta nobis adversántia víncere, et corónam glóriae in caelis felíciter obtinére. Per Dominum.

Gott, du hast dem heiligen König und Märtyrer ERICH die Siegespalme und den Ruhm des himmlischen Reiches gewährt. Lass uns, so bitten wir, auf seine Fürbitte und durch seine Verdienste alles uns Feindliche besiegen und die Ruhmeskrone im Himmel glücklich erlangen. Durch Jesus Christus. 

5.Juni;II.Klasse

Hl. Bonifatius, Bischof und Märtyrer

Winfried, später Bonifatius genannt, * 673 Wessex (England), † 5. Juni 754 Dokkum (Friesland). Der englische Benediktiner Winfried kam nach Deutschland und pilgerte dreimal nach Rom: Von Gregor II. erhielt er 719 den Namen „Bonifatius“ und den Auftrag zur Mission bei den Germanen. 722 wurde er in Rom zum Bischof geweiht, danach missionierte er bei Friesen, Hessen, Thüringern und Bayern. Gregor III. ernannte ihn 732 zum Erzbischof des östlichen Frankenreiches mit der Aufgabe der Neuordnung der fränkischen Kirche.744 gründete er die Abtei Fulda, 747 erhielt er das Bistum Mainz. Als er 754 im friesischen Dokkum Neugetaufte firmen wollte, erlitt er mit 52 Gefährten das Martyrium. Sein Grab ist in Fulda, wo er 1160 erstmals als „Apostel der Deutschen“ bezeichnet wurde. Zur gleichen Zeit wurde sein Gedenktag im Nekrologium des Osnabrücker Doms verzeichnet. 1874 fügte Pius IX. sein Fest in den allgemeinen römischen Kalender ein.

Deus, qui multitúdinem populórum, beáti BONIFÁTII Mártyris tui atque Pontíficis zelo, ad agnitiónem tui nóminis vocáre dignátus es: concéde propítius; ut, cujus solémnia cólimus, etiam patrocínia sentiámus. Per Dominum nostrum Jesum Christum. 

Gott, Du hast zahlreiche Völker durch den Eifer deines heiligen Märtyrers und Bischofs BONIFATIUS zur Erkenntnis deines Namens gerufen; lass uns, die wir sein Fest begehen, nun auch die Macht seines Schutzes erfahren. Durch Jesus Christus.

28.Juni;I.Klasse im Dom zu Hamburg,II.Klasse im Erzbistum Hamburg

Kirchweihfest der Kathedralkirche zu Hamburg

Bischof Bernhard Höting von Osnabrück vollzog als Apostolischer Provikar der norddeutschen Missionen am 28.  Juni 1893 die Konsekration des heutigen Mariendoms in Hamburg. Im Jahre 1995 wurde diese Kirche zur Kathedrale des neu errichteten Erzbistums Hamburg bestimmt.

Deus, qui nobis per síngulos annos hujus sancti templi tui consecratiónis réparas diem, et sacris semper mystériis repraeséntas incólumes: exáudi preces pópuli tui, et praeta; 

ut, quisquis hoc templum benefícia petitúrus ingréditur, cuncta se impetrásse laetétur. Per Dominum.

Gott, alle Jahre erneuerst du uns den Weihetag dieses deines heiligen Tempels und lässt uns stets wohlbehalten der Feier der heiligen Geheimnisse beiwohnen; erhöre die Bitten deines Volkes und gewähre, dass jeder, der diesen Tempel betritt, um Wohltaten zu erflehen, voll Freuden all seine Bitten erfüllt sehe. Durch Jesus Christus. 

4.Juli;III.Klasse

Hl. Ulrich, Bischof und Bekenner
Ulrich von Augsburg (althochdeusch Uodalrîh, lateinisch Udalricus)  * 890 in Wittislingen oder Augsburg; † 4. Juli 973 in Augsburg. Er war fünfzig Jahre lang (923 bis 973) Bischof von Augsburg und vertiefte das kirchliche Leben durch Visitationen und Diözesansynoden. 993 wurde er auf einer römischen Synode von Papst Johannes XV. heiliggesprochen. Sein Fest ist schon in den mittelalterlichen Kalendarien der Domkirchen von Osnabrück, Bremen, Hamburg, Lübeck und Ratzeburg verzeichnet.

Deus, qui cónspicis, quia ex nulla nostra virtúte subsístimus: 

concéde propítius; ut, intercessióne beáti UDALRÍCI Confessóris tui atque Pontíficis, contra ómnia advérsa muniámur. Per Dominum.

Gott, Du siehst, dass wir aus eigener Kraft nicht bestehen können; so verleihe denn in Deiner Huld, dass die Fürsprache Deines heiligen Bekenners und Bischofs ULRICH  uns gegen alles Widrige schirme. Durch unsern Herrn Jesus Christus.

 

15.Juli;III.Klasse

Hl. Heinrich II., Kaiser und Bekenner

Heinrich aus dem Geschlecht der Ottonen, * 973 in Abbach oder Hildesheim; † 13. Juli 1024 Grone bei Göttingen.

Vom hl. Wolfgang in Regensburg erzogen, wurde er 1002 deutscher König. Im gleichen Jahr verlieh er dem Osnabrücker Bischof Wothilolf das Recht auf Markt, Münze und Zoll in Osnabrück. Heinrich förderte die Klöster und gründete neue Bistümer. Papst Benedikt VIII. krönte ihn 1014 zum römischen Kaiser. Heinrich und seine Gemahlin Kunigunde sind im Bamberger Dom begraben.

Deus, qui hodiérna die beátum HENRÍCUM Confessórem tuum e terréni cúlmine impérii 

ad regnum aetérnum transtulísti: 

te súpplices exorámus; 

ut, sicut illum grátiae tuae ubértate praevéntum, 

illécebras sáeculi superáre fecísti, 

ita nos fácias, ejus imitatióne, 

mundi hujus blandiménta vitáre, 

et ad te puris méntibus perveníre. 

Per Dominum

Gott, Du hast am heutigen Tage deinen heiligen Bekenner HEINRICH von der Höhe 

der irdischen Herrscherwürde 

in das himmlische Reich versetzt; 

wir bitten dich in Demut: 

Wie du ihn durch die überreiche Fülle deiner zuvorkommenden Gnade 

die Anreizungen der Welt überwinden ließest, 

so lass auch uns in seiner Nachfolge die Verlockungen dieser Welt meiden und reinen Herzens zu dir gelangen. Durch Jesus Christus. 

   

29.Juli;III.Klasse

Hl. Olav, König und Märtyrer
Olav II. Haraldsson, * um 995; † 29. Juli 1030 bei Stiklestad (Verdal / Norwegen).

Früh nahm er an den Fahrten der Wikinger teil und wurde im französischen Rouen getauft. Er war norwegischer König von 1015 bis 1028 und wurde zu Lebzeiten der Dicke (Olav Digre) genannt. Er vollendete die Christianisierung seines Landes. Er fiel beim Versuch der Rückeroberung seines Reiches und wurde im Dom von Trondheim begraben, wo sein Grab bis heute das Ziel von Wallfahrten ist.

Deus, qui es regum coróna et Mártyrum victória: tribue nobis, quáesumus, beáti OLÁVI Regis et Mártyris tui pia apud te experíri patrocínia; 

ut per tuam, quam in ejus passióne glorificámus, magnificéntiam corónam vitae diligéntibus te percipiámus repromíssam. 

Per Dominum. 

Gott, du bist die Krone der Könige und der Sieg der Märtyrer. 

Gewähre uns, wir bitten dich, 

den frommen Schutz des seligen Königs und Märtyrers OLAV 

bei dir zu erfahren 

und so durch deine Größe, 

die wir in seinem Leiden verherrlichen, 

die Krone des Lebens zu erlangen, 

die denen verheißen ist, 

die dich lieben. Durch Jesus Christus.

17.September; III.Klasse

Hl. Hildegard, Jungfrau und Kirchenlehrerin
Hildegard von Bingen, * 1098 in Bermersheim vor der Höhe; † 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg bei Bingen am Rhein. Sie war Benediktinerin und Mystikerin, Dichterin und Komponistin, eine Universalgelehrte ihrer Zeit. Sie stand in Briefwechsel mit Päpsten und Königen; aber auch arme und einfache Menschen suchten bei ihr Rat und Hilfe. Ihr Grab ist in der Pfarrkirche von Eibingen bei Rüdesheim. Papst Benedikt XVI. nahm 2012 die Heiligsprechung vor und erklärte sie zur Kirchenlehrerin.

Deus, qui beátam HILDEGÁRDEM  Vírginem tuam donis caeléstibus decorásti: tríbue, quáesumus; 

ut, ejus vestígiis et documéntis insisténtes, 

a praeséntis saeculi calígine 

ad lucem tuam delectábilem 

transíre mereámur. Per Dóminum.

Gott, du hast deine heilige Jungfrau HILDEGARD 

mit himmlischen Gaben geschmückt. Wir bitten dich: Lass uns ihren Spuren und ihren Lehren beharrlich folgen und dadurch würdig werden, aus dem Dunkel dieser Welt hinüberzugehen in die Freude deines Lichtes. Durch Jesus Christus. 

26.September; I.Klasse in den konsekrierten Kirchen.Äussere Feier an letzten Sonntag im September

Gemeinsamer Jahrestag der Kirchweihe

Eine Woche vor dem Osnabrücker Domkirchweihfest wird seit 1914 in den konsekrierten Kirchen des Bistums Osnabrück der Gemeinsame Jahrestag der Kirchweihe gefeiert, Dieser Termin wurde auch für das Erzbistum Hamburg übernommen.

Deus, qui nobis per síngulos annos hujus sancti templi tui consecratiónis réparas diem, et sacris semper mystériis repraeséntas incólumes: exáudi preces pópuli tui, et praeta; ut, quisquis hoc templum benefícia petitúrus ingréditur, cuncta se impetrásse laetétur. Per Dominum nostrum Jesum Christum.

Gott, alle Jahre erneuerst du uns den Weihetag dieses deines heiligen Tempels und lässt uns stets wohlbehalten der Feier der heiligen Geheimnisse beiwohnen; 

erhöre die Bitten deines Volkes und gewähre, dass jeder, der diesen Tempel betritt, um Wohltaten zu erflehen, 

voll Freuden all seine Bitten erfüllt sehe. Durch Jesus Christus. 

Oratio altera

Deus, qui invisibíliter ómnia cóntines, et tamen pro salúte géneris humáni signa tuae poténtiae visibíliter osténdis: templum hoc poténtia tuae inhabitatiónis illústra, et concéde;

ut omnes, qui huc deprecatúri convéniunt, ex quacúmque tribulatióne ad te clamáverint, consolatiónis tuae benefícia consequántur. Per Dóminum.

Anderes Tagesgebet

Gott, alles hältst du auf unsichtbare Weise umschlossen, und doch offenbarst du sichtbar die Zeichen deiner Macht zum Heil des Menschengeschlechtes.

Erfülle diesen Tempel mit dem Glanz deiner machtvollen Gegenwart und gewähre, dass alle, die sich hier zum Gebete versammeln, die Wohltaten deines Trostes erlangen, aus welcher Not auch immer sie zu dir rufen. Durch Jesus Christus.

5. Oktober I. Klasse (im Dom), II. Klasse (im Bistum Osnabrück). Äußere Feier am Sonntag nach dem 7.10.

Kirchweihfest

der Kathedralkirche zu Osnabrück

Den ersten Osnabrücker Kirchbau zu Ehren des Apostels Petrus und der Märtyrer Crispinus und Crispinianus weihte Bischof Agilfred von Lüttich († 787), vermutlich geschah dies am 20. Juni 786. An diese erste Weihe erinnert der Gedenktag der Übertragung der heiligen Märtyrer Crispinus und Crispinianus, der alljährlich am 20. Juni im Osnabrücker Dom begangen wird. – Das heutige Datum des Domkirchweihfestes erinnert an den 1. Oktober 1277, als Bischof Hermann von Samland den neuen Hochaltar konsekrierte und damit den Bau des heutigen spätromanischen Domes abschloss.

Deus, qui nobis per síngulos annos hujus sancti templi tui consecratiónis réparas diem, 

et sacris semper mystériis repraeséntas incólumes: 

exáudi preces pópuli tui, et praeta; 

ut, quisquis hoc templum benefícia petitúrus ingréditur, 

cuncta se impetrásse laetétur. 

Per Dominum.

Gott, alle Jahre erneuerst du uns den Weihetag dieses deines heiligen Tempels 

und lässt uns stets wohlbehalten der Feier der heiligen Geheimnisse beiwohnen; 

erhöre die Bitten deines Volkes und gewähre, dass jeder, der diesen Tempel betritt, um Wohltaten zu erflehen, voll Freuden all seine Bitten erfüllt sehe. Durch Jesus Christus.

 

21. Oktober III. Klasse

Hll. Ursula und Gefährtinnen, Jungfrauen und Märtyrinnen
Im 4. Jahrhundert ließ der  römische Senator Clematius in Köln über den Gräbern von Märtyrinnen eine Kapelle bauen, aus der sich die heutige Basilika St. Ursula in Köln entwickelte. Die spätere Legende erzählt von der Königstochter Ursula und elftausend Jungfrauen, die ihrem Glauben bis in den Tod treu blieben. Reliquien dieser Gefährtinnen mit Namen Cordula, Cordua, Juliana und Regina kamen im 14. Jahrhundert in den Osnabrücker Dom. Das liturgische Gedächtnis dieser Übertragung wird im Osnabrücker Dom am 1. Juni begangen.

 

Omnípotens sempitérne Deus, 

qui beátas ÚRSULAM et Sócias ejus virginitátis et martýrii glória decorásti: 

da nobis eárum précibus ita córporis et mentis serváre puritátem; 

ut nec blandítiis carnis, 

nec malórum acerbitáte vincámur. 

Per Dóminum.

Allmächtiger, ewiger Gott, 

du hast die selige URSULA und ihre Gefährtinnen 

mit der Glorie der Jungfräulichkeit und des Martyriums geschmückt. Verleihe uns auf ihre Fürsprache, dass wir die Reinheit des Leibes und der Seele bewahren: 

damit wir weder durch Lockungen des Fleisches noch durch Bitterkeit der Trübsal besiegt werden. 

Durch Jesus Christus. 

25. Oktober II. Klasse

Hll. Crispinus und Crispinianus, Zweite Patrone des Bistums und der Stadt Osnabrück, Märtyrer
Crispinus und Crispinianus lebten Ende des 3. Jahrhunderts in Soissons bei Paris. Nach der Legende erlernten die aus Rom stammenden Brüder in Soissons das Handwerk des Schuhmachers, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen und für die Bedürftigen unentgeltlich Schuhe herzustellen. Sie wurden als Christen angezeigt und erlitten das Martyrium. Nach der Taufe Widukinds (785) wurde wohl am 20. Juni 786 die erste Petrus-Kirche in Osnabrück geweiht und von Karl dem Großen mit Reliquien der Märtyrer aus Soissons bedacht. Die beiden Märtyrerbrüder sind auch in den mittelalterlichen Kalendern von Bremen, Hamburg, Lübeck, Ratzeburg und Schwerin verzeichnet.

Quáesumus, omnípotens Deus: 

ut nos gemináta laetítia hodiérnae festivitátis excípiat, 

quae de beátorum CRISPÍNI et CRISPINIÁNI glorificatióne procédit: quos éadem fídes et pássio 

vere fecit esse germános. 

Per Dominum.

Wir bitten, allmächtiger Gott: es umhege uns jene doppelte Freude des heutigen Festes, welche der Verherrlichung der heiligen CRISPINUS und CRISPINIANUS entströmt, die der gleiche Glaube und das gleiche Leiden 

wahrhaft zu Brüdern machte. 

Durch Jesus Christus.

5. November III. Klasse

Fest der heiligen Reliquien,

die in den Kirchen des Bistums aufbewahrt werden

In der Woche nach dem Fest Allerheiligen gedenken wir aller Märtyrer und Heiligen, deren Reliquien in den Kirchen des Erzbistums Hamburg und des Bistums Osnabrück verehrt werden. Damit verbindet sich auch das Gedächtnis der Zeugen des Glaubens, die in unserer Heimat gelebt und ihr Leben in Christus vollendet haben.

Auge in nobis, Dómine, resurrectiónis fidem, qui in Sanctórum tuórum Relíquiis mirabília operáris: et fac nos immortális glóriae partícipes; cuius in eórum cinéribus pígnora venerámur. Per Dóminum.

Mehre in uns, o Herr, den Glauben an die Auferstehung, der du durch die Reliquien deiner Heiligen Wunder wirkst; und mache uns der unsterblichen Herrlichkeit teilhaftig, deren Unterpfand wir in diesen Überresten verehren. Durch Jesus Christus.

16. November III. Klasse

Hl. Willehad, Bischof und Bekenner

Willehad, * um 745 in Northumbrien (England),  † 8 November 789 in Blexen an der Unterweser; er war ab 770 Missionar bei den Friesen und Sachsen, 787 wurde er von Karl dem Großen zum ersten Bischof von Bremen ernannt. Acht Tage nach der Weihe des ersten Bremer Domes starb er. Sein Grab ist im Bremer Dom. Sein Fest ist – außer in Bremen – auch in den mittelalterlichen Kalendarien der Domkirchen von Hamburg, Lübeck, Schleswig, Ratzeburg und Schwerin verzeichnet.

Omnípotens sempitérne Deus, 

qui hunc diem venerábilem nobis in beáti WILLEHÁDI Confessóris atque Pontíficis fesetivitáte tribuísti: fidélium tuórum votis benígnus inténde; 

ut ejúsdem intercessióne a cunctis reátibus absolúti, 

gáudia cónsequi mereámur aetérna. Per Dominum. 

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast uns diesen verehrungswürdigen Tag geschenkt in der Feier deines heiligen Bekenners und Bischofs WILLEHAD; achte gütig auf die Bitten deiner Gläubigen. Lass uns durch seine Fürsprache frei werden von aller Schuld und gib, dass wir die ewigen Freuden erlangen. 

Durch Jesus Christus. 

 

19. November III. Klasse

Hl. Elisabeth, Witwe

* 1207 Sárospatak (Ungarn)
† 17.11.1231 Marburg (Hessen). Elisabeth kam als Tochter des Königs Andreas II. von Ungarn und seiner Frau Gertrud von Andechs schon mit vier Jahren auf die Wartburg bei Eisenach. 1221 heiratete sie mit 14 Jahren den Landgrafen Ludwig von Thüringen, dem sie drei Kinder gebar. Im Geiste des hl. Franz von Assisi kümmerte sie sich um Arme und Kranke in Eisenach. 1227 starb ihr Mann auf einem Kreuzzug. Sie musste die Wartburg verlassen und gründete in Marburg ein Hospital, in dem sie selbst den Kranken diente. Nach ihrem Tod 1231 wurde sie schon 1235 heiliggesprochen und bald in allen deutschsprachigen Diözesen verehrt. Sie ist die Patronin der Caritas.

 

Tuórum corda fidélium Deus miserátor, illústra: 

et, beátae Elisabeth précibus gloriósis; fac nos próspera mundi despícere, 

et caelésti semper consolatióne gaudere. Per 

Dominum

Du Gott der Erbarmung, erleuchte die Herzen Deiner Gläubigen 

und lass uns auf die glorreichen Fürbitten der heiligen ELISABETH das Glück der Welt geringachten 

und uns allezeit des himmlischen Trostes erfreuen. 

Durch Jesus Christus

Osnabrücker Ritual von 1653
link zum Osnabrücker Ritual von 1653-welches bis 1906 im Gebrauche war! Datei der Bayerischen Staatsbibliothek
link zu den Texten der Osnabrücker Eigenmessen von 1652. Datei der Bayerischen Staatsbibliothek
link zum ersten nachtridentinischen Osnabrücker Anhang zum Römischen Brevier aus dem Jahre 1652. Datei der Sammlung der Universität Münster
Dieser Link führt Sie zum von der Staats-und Universitätsbibliothek Bremen zur Verfügung gestellten PDF des Bremer Messbuches, das der Bremer Erzbischof Johann Rode im Jahre 1511 drucken ließ.

Empfohlen für einen jeden, der sich einen Überblick über die Osnabrücker Diözesanliturgie von den Anfängen bis heute erlauben will: Hier ein Link zum Hinweis auf die Dissertation des Pfarrers von Diepholz, Ansgar Stolte: https://books.google.de/books/about/Liturgische_Quellen_im_Bistum_Osnabrück.html?id=fYl3DwAAQBAJ&redir_esc=y

Liturgische Quellen im Bistum Osnabrück: Studien zur ortskirchlichen Rezeption des römischen Ritus (Studien zur Pastoraltheologie 37)Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2013 – 456 Seiten;